Missionshospital Diospi Suyana

Aus unser Gemeinde sind Udo Klemenz und seine Frau Barbara vor Ort. Seit 2012 leitet Bauingenieur Klemenz den Bau der  internationalen Schule.

diospi_logoDie Nachfahren der ehemals so stolzen Inkas werden in Peru wie Menschen dritter Klasse behandelt und ausgebeutet. Zwei Drittel von ihnen hatte vor Diospi Suyana noch keinen Arzt gesehen, sei es aus fehlenden Möglichkeiten oder aus finanziellen Gründen.

Die Idee des Ärzteehepaares Drs. Martina und Klaus-Dieter John aus Wiesbaden, Tausenden von Berglandindianern im so genannten „Armenhaus" Perus, Apurímac, eine medizinische Versorgung anzubieten, hat nicht nur in Europa viele Menschen begeistert.

Mit dem 1. Spatenstich am 24. Mai 2005 begann in der kleinen Stadt Curahuasi die Vision der Johns Wirklichkeit zu werden, am 31. August 2007 wurde das Krankenhaus in Anwesenheit von 4.500 Menschen eingeweiht, die sehnsüchtig auf diesen Tag gewartet hatten. Die Präsidentengattin Sra. Pilar Nores de García, Schirmherrin des Spitals, nannte das Missionsspital eine „Kathedrale der Liebe", eine peruanische Zeitung sprach vom „Wunder in Curahuasi", für einen Freund war Diospi Suyana „der Beweis dafür, dass Gott existiert". Gegen alle Widerstände siegte der Glaube an einen Gott, der Berge versetzt. Der Name Diospi Suyana bedeutet in der Sprache der Quechua: Wir vertrauen auf Gott.

Kirchengemeinden, Angestellte, Hausfrauen und Studenten haben das Krankenhaus mit ihrer engagierten Unterstützung möglich gemacht, Firmen wie Dräger Medical, Miele, Philips, Siemens, Sandoz oder Viessmann haben uns mit Geld- oder Sachspenden im Wert von zwischenzeitlich über elf Millionen Dollar unterstützt. Und jetzt stehen jeden Morgen zwischen 100 und 200 Quechuas vor dem Eingangstor des Spitals. Einige reisen mit dem Bus an, aber viele von ihnen haben eine stundenlange Wanderung in der Nacht hinter sich - zu Fuß oder auf ihrem Reittier. Wir möchten ihnen gerne helfen.

Da schon alleine im Distrikt Apurímac 80 Prozent der rund 500.000 Menschen einen Zahnarzt besuchen müssten, hat Diospi Suyana auf dem Gelände seines Missionshospitals auch noch eine Zahnklinik gebaut. Schon bei sehr jungen Frauen und Männern fehlen Zähne. Auf dem Land beschränkte sich die Behandlung von Zahnabszessen bisher auf die Verabreichung von Scherzmitteln und dem Ziehen von Zähnen. Im gleichen Gebäude wurde außerdem eine Augenklinik errichtet.

Diospi Suyana liegen besonders die Quechua-Kinder am Herzen, von denen manche nicht einmal eine Schule besuchen können und die von zu Hause aus meist keine kindgerechte Beschäftigung und Unterstützung kennen. In den Familien gibt es viel Gewalt und leider auch häufig sexuellen Missbrauch. Dr. Martina John hatte 2005 mit einer australischen Mitarbeiterin einen Club gegründet, in dem die Kinder von Gottes Liebe zu ihnen erfahren sollen, in dem gespielt und gebastelt wird. Die Kleinen nehmen das wöchentliche Angebot sehr gerne in Anspruch, weil sie spüren, dass sie dort angenommen, geliebt und respektiert sind. Zwischenzeitlich gibt es mehrere Clubs für verschiedene Altersstufen - mit über 400 Kindern! Deshalb wurde jetzt im Ort auch ein Clubhaus von Diospi Suyana gebaut, das im April 2012 eingeweiht werden soll.

Das nächste Projekt des Vereins ist eine internationale Schule, mit deren Bau im Frühjahr 2012 begonnen wird. Sie ist eine große Chance für die Quechua-Kinder, soll aber auch dazu beitragen, den dringenden Bedarf an Missionsärzten für Diospi Suyana zu decken. Denn oft sind schwierige Ausbildungsmöglichkeiten für Kinder der Grund dafür, dass Ärzte mit jungen Familien sich gegen eine längere Mitarbeit am Hospital entscheiden.

Der Bauingenieur Udo Klemenz aus Niederbiel hat schon den Bau des Missionsspitals begleitet und deshalb ab August 2005 mit seiner Frau Barbara zweieinhalb Jahre in Peru verbracht. Ein weiterer Aufenthalt in den Anden war erforderlich für die Leitung des Zahn- und Augenklinikbaus. Danach für das Kinderclubhaus. Und selbstverständlich darf Diospi Suyana auch beim Bau der Schule mit der Hilfe von Udo Klemenz rechnen. Barbara Klemenz unterstützt ihren Mann vor Ort, hilft in den Kinderclubs und ist die gute Seele für die Missionarsfamilien und Single-Mitarbeiter vor Ort, die immer da einspringt, wo Bedarf ist.

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Oben: Udo Klemenz (Mitte) mit den Initiatoren von Diospi Suyana, Dres. Klaus-Dieter und Martina John. Unten: Udo und Barbara Klemenz

  Spendenkonten:

  • Diospi Suyana e. V., Bank für Sozialwirtschaft Köln, Kto.-Nr. 8 073 700, BLZ 370 205 00
  • Diospi-Suyana-Stiftung, Bank für Sozialwirtschaft Köln, Kto.-Nr. 8 083 700, BLZ 370 205 00

Kontakt:  Diospi Suyana e. V. , An den Freiäckern 6A, D-65232 Taunusstein, Tel.: 06128 720460, Fax: 06442 943111
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