Von der Ego-Ethik zur Ethik der Liebe

Das zweite der „Niederbieler Gespräche“ am 5. November 2015 stand unter dem Thema "Moral egal – neue Werte braucht das Land“.

Mit Dr. Stephan Holthaus, Direktor des Ethikinstituts der Freien Theologischen Hochschule Gießen referierte ein ausgewiesener Experte, dessen Rat inzwischen von Unternehmen, Bildungseinrichtungen und der Politik deutschlandweit gefragt ist. (www.ethikinstitut.de) Eine Zusammenfassung des Abends finden Sie, wenn Sie "Weiterlesen" drücken.

Dass Ethik durchaus mit unserem Alltag zu tun hat, verdeutlichte Holthaus am Beispiel der Flüchtlingskrise, der VW-Krise und dem Thema der aktiven Sterbehilfe. Diese zum Zeitpunkt des Vortrags brandaktuellen Themen zeigten, welche praktische Bedeutung Ethik in fast allen Bereichen unseres Leben habe.

Die eigentlich wichtige Frage sei aber, welche Werte uns bei der Beurteilung dieser Themen leiten. Wobei es heutzutage nicht so einfach zu bestimmen sei, welche Werte in Deutschland von allen Menschen geteilt würden. Gefragt nach den grundlegenden deutschen Werten konnte noch nicht einmal ein Expertengremium sich auf die fünf wichtigsten deutschen Werte einigen. Dies zeige, dass wir uns in Deutschland von einem allgemeinen Wertekonsens verabschiedet hätten. Diese Wertekrise führt Holthaus zurück auf ein gesellschaftliches Phänomen: „Unser Problem ist nicht, dass wir keine Moral haben, sondern dass jeder seine eigene hat.“ Diese „Ego-Ethik“ geht nach dem Motto vor: Gut ist, was MIR nützt. Hier werde das Prinzip des Eigennutzes über das des Gemeinnutzes gestellt.

Holthaus spricht sich dafür aus, die Grundlagen einer gemeinsamen Moral wieder zu entdecken. „Was sind die unaufgebbaren Werte?“, so fragte er und gab gab als Antwort: „Die Fundamente unseres Staates sind die christlichen Werte, die sich unter anderem in den Geboten ausdrücken“.

Das Doppelgebot der Liebe („Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst“) ist für Holthaus der Schlüssel zur Ethik. Das Wichtigste sei der Gleichklang von Eigenwohl und dem Wohl des Nächsten.

Letztlich sei die Frage nach der Moral immer eine Frage nach Gott. „Eine Erneuerung der Moral geht nur über die Erneuerung der Beziehung zu Gott.“

Dieses Land brauche einen „Aufstand der christlichen Werte“, die Rückbesinnung auf die christliche Ethik, die Gebote. „Vor allem brauchen wir Menschen, die überzeugend nach moralischen Maßstäben leben.“

 

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